Tui und Lufthansa kassieren: Privatvermieter gehen leer aus

Ich habe mich am 15.12. in einem offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann und die betreffenden Ressorts nebst unseren Bundestags- und Landtagsabgeordneten gewandt, weil unsere Privatvermieter in der Coronahilfe leer ausgehen.

Parallel dazu habe ich in Facebook ein paar Aktive getroffen, die den „Verband der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäuser“ aus der Taufe gehoben haben. Ich wurde natürlich sofort Mitglied.

Heute hat nun der Verband seine öffentliche Arbeit mit der ersten Presseerklärung begonnen und ich stimme dieser Erklärung voll zu. Allen Betreibern von Ferienwohnungen, Privatzimmer und Ferienhäuser empfehle ich dem Verband beizutreten. Nur gemeinsam sind wir stark und ohne Lobbyarbeit ist man in Deutschland scheinbar verloren.

Privatvermieter gehen leer aus

Pressemitteilung: Fewo-Vermieter widersprechen Tourismusbeauftragten Bareiß
Die Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern haben sich entsetzt über die heutigen Aussagen zur Reiseperspektive durch den Tourismusbeauftragten der Bundesregierung gezeigt. „Es ist jetzt viel zu früh, einen Lockdown für die Branche bis zum Sommer zu verkünden“, sagte der Präsident des Verbandes der Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Daniel Rousta, am Montag (11. Januar) in Berlin.

„Das Chaos an den vergangenen Winterwochenenden hat gezeigt, dass sich die Bevölkerung nicht einsperren lässt“, so Rousta weiter. Vielmehr könnten sichere Unterkünfte, wie es Ferienwohnungen und Ferienhäuser sind, dazu beitragen, die Pandemie-Situation zu entspannen und den Menschen ein Minimum an Erholung und Abwechslung wenigstens im eigenen Land zu bieten. „Wir fordern dazu ein Konzept von der Bundesregierung, allen voran vom Beauftragten für den Tourismus.“ Thomas Bareiß (CDU) hatte sich angesichts der Corona-Einschränkungen am heutigen Montag in der RTL-Sendung „Frühstart“ skeptisch gezeigt, ob Urlaub in den Osterferien wieder möglich sein wird. „Ich glaube, dass Reisen etwas ist, das die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist“, sagte der Tourismusbeauftragte. Mit Besserung rechne er erst im zweiten Vierteljahr, ab den Pfingstferien werde es wieder besser.

Dem widerspricht der Verband vehement. „Die aktuellen Maßnahmen sind nur richtig, wenn sie maßvoll ergriffen werden“, so Verbands-Präsident Rousta. Bareiß‘ Gedankenspiele jedoch würden den Inlandstourismus und die vielen Privatanbieter von Ferienunterkünften dauerhaft und existentiell treffen, während sich Konzerne wie die TUI oder die Lufthansa die Wartezeit bis zu einer möglichen Öffnung mit immer neuen Staatsmilliarden leisten können. Rousta erinnerte daran, dass private Anbieter von Ferienhäusern und Ferienwohnungen trotz des Beherbergungsverbots von den staatlichen Hilfen ausgeschlossen seien. „Wir erwarten keine Durchhalteparolen von der Politik, sondern Lösungen“, sagte Rousta abschließend.

Hintergrund:
Der Verband der Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern hat sich am 28. Dezember in Berlin gegründet. Er vertritt die Interessen der mehr als 60.000 privaten Vermieter in Deutschland. Bislang hatten Vermieter, die nicht gewerblich und im Haupterwerb agieren, noch keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung in der Coronakrise. Sie mussten allerdings bereits im vergangenen Jahr rund fünf Monate lang komplett ihre Unterkünfte schließen.

Kontakt
Verband der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern
Daniel Rousta, Mobil: 0151 / 20 44 8000
Luisenstraße 54 10117 Berlin
Internet: www.fewo-verband.de
Mail: daniel.rousta@fewo-verband.de
Medien-Anfragen: kommunikation@fewo-verband.de

Kommentar verfassen